Reisebericht

Panamericana 2015 / 2016

33.

Bericht

Vom Golf von Mexiko an die Pazifik Küste

Wir queren Mexiko und fahren durch das dichtbesiedelte Hochland, dass eine der größten Städte der Welt beherbergt - Mexiko Stadt mit mindestens 22 Millionen Menschen. Dann geht es wieder hinab an die Küste an den Pazifik ...

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Wir sind an der heißen Golfküste unterwegs und wir machen immer wieder Abstecher von der Autobahn. Hier sind wir in einem kleinen kolonialen Städtchen ...

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... Tlacotalpan. In einigen Straßen hat man schon die Stromkabel unter die Erde gelegt, die Fotografen sagen DANKE.

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Ihr hört bzw. könnt es lesen, der Ortsname ist alles andere als Spanisch.

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Der Ortsname Tlacotalpan ist Nahuatl-Sprache und ist noch von den Azteken.

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Es ist ein farbenfroher Ort. Wem die pinkfarbene Kirche nicht liegt, der geht einfach in die Hellblaue.

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Aber das Zartrosa der Kirche ist schon sehr mutig in der Farbwahl.

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Seit 2003, also erst seit kurzem, ist dies Stadt Welt-Kulturerbe.

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Wir beziehen unseren Übernachtungsplatz am Golf von Mexiko.

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Am nächsten Tag entfliehen wir der brüllenden Hitze am Golf und fahren ins kühlere Hochland, in die Nähe von Puebla.

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Wir sind in Cholula zu Gast.

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Cholula wartet mit 35 Kirchen auf und die wiederum sollen 365 Kuppeln haben.

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Das ist die berühmteste aller Kirchen in der Gegend, sie steht auf einer der größten Pyramiden der Welt, La Iglesia Santa Maria de los Remedios.

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Alle Missions-Stätten, dazu zählen viele Kirchen mit Klöstern, im Umkreis von 60 km vom Vulkan Popcatepetl stehen unter dem Schutz der UNESCO.

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Am nächsten Tag steht nochmal Geschichte auf dem Stundenplan, Teotihuacan.

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Stefan erklärt uns alles im Detail, wie und warum es vor ca. 2000 Jahren kam, dass solche monumental Bauten errichtet worden sind und zu welchem Zweck.

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Der Blick auf die zweit höchste Pyramide in der Anlage Teotihuacan, der Mond Tempel.

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In dieser Anlage kann man auch mal in die Paläste hinein schauen und nicht wie meistens nur von außen sich ein Bild machen.

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Der Palast eines hohen Beamten wurde detailgetreu restauriert und wieder mit Farbe versehen ...

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... uns wir vor Ort auch gezeigt, aus welchen Pflanzen und Tieren welche Farbe hergestellt wurde und wird. Das Rot kommt von einer Laus die auf Kakteen lebt.

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Dann wollen wir natürlich auch auf eine Pyramide steigen, das ist irre anstrengend ...

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... aber die Sicht entschädigt die Mühe.

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Am nächsten Tag werden wir in die Realität zurück geholt - Mexiko Stadt. Palast der schönen Künste.

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Wie man sich vorstellen kann in einer Metropole, in der 22 Millionen Menschen leben, gibt es sehr viel Verkehr und die Fahrt von Attraktion zu Attraktion fordert Zeit.

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Deshalb wir alles um den Hauptplatz herum erlaufen, so dass wir nicht auf unseren Bus angewiesen sind. Hier ein altes Haus, das komplett gekachelt ist.

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Erinnert an die Azulejos aus Spanien. Warum wohl?

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Wir kommen an der ältesten Kirche von Mexiko Stadt vorbei. Sie steht windschief und tiefer gelegt, aber sie steht ... noch. Früher war da, wo heute die Metropole Mexiko Stadt ist, ein riesiger See. Der See ist trockengelegt und es gibt nur noch einen winzigen Rest im Süden der Stadt. In früheren Zeiten konnte man noch keine Fundamente bauen, die das Einsinken verhindern, heute baut man bis zu 60 Meter! tiefe Verankerungen um die Hochhäuser gerade stehen zu lassen.

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Vor der schiefen Kirche verkaufen die Nonnen etwas Süßes zum Frühstück.

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Nebenan ragt ein Monumentalbau aus der heutigen Zeit in den Himmel und in 2.000 Jahren werden wir sehen, ob es gelungen ist, das Gebäude stabil im weichen Boden zu verankern.

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Der Mexikaner ißt schon am Morgen herzhaft, Taco ala cabeza mit Zwiebeln und Pommes Fritz.

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Wir gelangen an den Hauptplatz, der in Mexiko Stadt Plaza de la Republica heißt. Gerahmt ist der Platz vom Regierungsgebäude und der Kathedrale (im Hintergrund).

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In der Kathedrale bietet sich für den genauen Beobachter ein unglaubliches Bild, keine Säule steht gerade, der Fussboden sackt nach hinten links ab. Das Einzige was wirklich gerade ist, sind die Pendel-Leuchten.

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In der Mitte der Kirche ist ein riesiges Pendel befestigt, dass auf dem Fußboden die Schräglage anzeigt. Man hat Ende der 90er Jahre die gesamte Kathedrale auf Hydraulikstützen gestellt und wenn das Pendel in eine Richtung zu weit ausschlägt, sprich das Gebäude an einer Stelle absinkt, dann wird an dieser Stelle die Kathedrale hydraulisch angehoben und mit Spezial-Beton unterfüttert.

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Auch in den kleinen Gassen mit alter Architektur bietet sich das gleiche, schiefe Bild.

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In den neuen Teilen der Stadt, auf der berühmten Reforma Straße, ragt kerzengerade die Sieges Säule in den Himmel. Oben drauf ist die 7 Tonnen schwere Bronze-Statue eines Engels. Der Engel kann sogar fliegen, 1957 bei einem schweren Erdbeben flog er zu Boden, nach der Wiederherstellung 1959 ist das nicht mehr vorgekommen.

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Den Nachmittag verbringen wir im Antropologischen Museum, eines der weltbesten Museen.

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Hier entdecke ich mein neues Lieblings-Schild, keine Selfi-Sticks!

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Drinnen ist es riesen groß und super übersichtlich gestaltet. Wir können nun viel besser die ganzen Kulturen zeitlich einordnen.

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Im Museum nachgestaltet ist ein Teil des Tempels der dem Quetzalcoatl geweiht ist, original konnten wir ihn in Teotihuacan bestaunen. Hier kann man sogar in ihn hinein gehen ...

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... die Paläste müssen damals fantastisch ausgesehen haben, alles farbig gestaltet und mit Stuck verziert.

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Eine originale Stein-Stele aus dem Maya-Reich, aber sie wurde in der Azteken-Welt gefunden, ein Beweis, dass es damals Handel und militärische Beziehungen zwischen den Kulturen gab. Auch wenn sie nicht lange nebeneinander existierten.

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Wie in vielen Kulturen wurde auch in Mexiko die Sonne verehrt, Sonnen-Stein der Zapoteken.

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Der berühmte Sonnen-Stein der Azteken, früher wurde er fälschlicherweise als Maya-Kalender bezeichnet.

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Das ist jetzt aus der Welt der Maya, der Kopfschmuck einer hohen Persönlichkeit aus Quetzalfedern.

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Auch die Tolteken haben sich in Stein verewigt.

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Hier ist ein Lageplan der Stadt Mexiko Stadt von vor 600 Jahren, zur Zeit als Hernán Cortés den Kontinent betrat. Die Stadt Tenochtitlan, Hauptstadt des Azteken-Reiches. Da wo die zwei riesigen Tempel das Bild beherrschen, steht heute die Kathedrale von Mexiko Stadt und sinkt langsam in den Grund des ehemaligen Sees ein.

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Zum Schluss sehen wir noch die Hinterlassenschaften eines der ältesten Völker Mexikos, die Olmeken.

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Auf dem Rückweg machen wir noch einen Stopp am Platz der Mariachi ...

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... und lassen uns typische mexikanische Lieder vorspielen.

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Das wird eines der letzten Gruppenbilder sein: Panamericana TOUR!

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Den letzten Stopp auf unserer langen Rundfahrt durch die Metropole, machen wir an der imposanten Kirche "der Jungfrau von Guadalupe", Iglesia de la nuestra vigin de Guadalupe.
Hier zu sehen die neuerrichtet Variante der Kirche, sie wurde vom gleichen Architekten entworfen, der auch das Antropologische Museum erbaute.

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Die alte Variante der Kirche hat das gleiche Problem mit dem Einsinken, wie alle schweren Gebäude in Mexiko Stadt.

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Das Heiligtum der Kirche ist ein Tuch auf dem die Jungfrau von Guadalupe zu sehen ist. Es ist hinter Glas und hängt hinter dem Hochaltar. Man kann es über ein Öffnung im Boden bestaunen. Da es das Heiligtum aller Lateinamerikaner ist und es damit auch sehr viele Menschen bestaunen (und fotografieren) wollen, hatten sich immer große Menschentrauben vor dem Bild gebildet und es ist zu unschönen Szenen gekommen. Da hat man Abhilfe geschaffen, ...

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... in dem man Laufbänder installiert hat. So werden die Massen kurz am Bild der Jungfrau vorbei geführt und es kann jeder ein kurzen Blick und ein schnelles Foto vom Tuch der Heiligen machen. Unter strenger Bewachung versteht sich!

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Auf unserem Übernachtungsplatz ging es mittlerweile auch nicht ruhig zu, der Haus- und Hofmechaniker hatte alle Hände voll zu tun.

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Peter wollte nur Ölwechsel.

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Bei "Schlappi" war die Luft ganz raus und der Turbo musste repariert werden. Mit vereinten Kräften konnte auch "Schlappi" wieder richtig in Fahrt kommen.

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In Mexiko überfahren wir den Wendekreis des Krebses, damit gibt es auch wieder 4 Jahreszeiten und das bedeutet, dass wir Frühling haben.

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Die Jacaranda werfen ihre Blütenblätter ab, es ist das gleiche Bild wie Buenos Aires als wir im November gestartet sind!

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Wir haben den Pazifik erreicht und machen mal einen Tag Pause ... Gute Nacht.